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Von der Secession in die Moderne


Kunst des frühen 20. Jahrhunderts aus privaten Sammlungen mit Künstlern wie Theo von Brockhusen, Hans Christiansen, Franz Heckendorf, Wilhelm Kohlhoff, Paul Kother, Bruno Krauskopf, Paul Kuhfuss, Hans Meyboden, Kurt Scheele, Julius Vogel, Heinrich Vogeler u. a. wurde erfolgreich im Kunstverein Tiergarten Galerie Nord und in den Brandenburgischen Kunstsammlungen in Cottbus gezeigt. 

 

www.museum-dkw.de

KUNSTMUSEUM DIESELKRAFTWERK COTTBUS
Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus

Uferstraße / Am Amtsteich 15
03046 Cottbus
info@museum-dkw.de

http://www.youtube.com/watch?v=e_qUwH98i5c

Die Ausstellung versammelte Malerei, Skulptur, Zeichnung und Grafik deutscher Künstler aus den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

Im Mittelpunkt standen insbesondere gegenständlich-figurative Werke aus der Zeit der Berliner, Dresdner und Münchner Secession. Landschaften, Stadtansichten, Stilleben und Portraits bestimmen die Hauptschaffensjahre von jenen Künstlern, die sich neben der aufkommenden Abstraktion erfolgreich auf dem damaligen Kunstmarkt etablierten.

Hinzu kamen Arbeiten solcher Künstler, die mit ihrer Tendenz zur Neuen Sachlichkeit den Weg bis in die frühen 1930er Jahre weisen. Nicht nur wenige dieser Biographien nahmen ihre Anfänge in der Bohème der führenden deutschen Kunstzentren in der Zeit zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik. Viele der in der Ausstellung versammelten Künstler standen in engem freundschaftlichen Kontakt zu den führenden Vertretern des zeitgleich entstehenden Expressionismus und gehörten in den Jahren zwischen 1900 und 1930 zu den gefragtesten Malern, Bildhauern und Grafikern ihrer Zeit.

Prägend waren Akademielehrer in München, Dresden und Düsseldorf wie Franz von Stuck oder Oskar Kokoschka, aber auch die künstlerische Lehre an der Berliner und Hamburger Kunstgewerbeschulen oder der Académie Julien in Paris.

Die Erfahrungen des 1. Weltkriegs führten nach Jahren der Euphorie und des Erfolgs vielfach zu Ernüchterung und nicht selten zu einer grundlegenden Veränderung der künstlerischen Arbeit. Einschneidende Kriegserlebnisse schlagen sich - wie z.B. bei Heinrich Vogeler - in einer insgesamt veränderten Bildperspektive auf das gesellschaftliche Leben der 1920er Jahre nieder. Einige der ausgestellten Bilder zeugen von einer ausgesprochenen Sehnsucht nach anderen Ländern und neuen Inspirationsquellen.

Die Zeit des Nationalsozialismus stellte für zahlreiche Künstler eine deutliche Zäsur dar. Sie wurden aufgrund ihrer expressiven Kunst, der Behandlung als anstößig empfundener Themen und politischer Freigeistigkeit vielfach mit Arbeits- und Ausstellungsverboten belegt und als "entartet" verfemt. Einige überlebten die Zeit der Schreckensherrschaft mit Gelegenheitsaufträgen nur mühsam, andere wurden zum Kriegsdienst eingezogen oder gingen wie Heinrich Vogeler oder Bruno Krauskopf ins Exil.

Ganze Sammler- und Käuferkreise brachen weg, da die großenteils jüdischen Förderer und Auftraggeber emigrierten oder ermordet wurden. Ganze Lebenswerke fielen überdies den Kriegshandlungen zum Opfer. Nur wenige der Künstler fanden nach Ende des 2. Weltkriegs in ein normales Leben zurück, oder lebten weitgehend isoliert und zurückgezogen in beiden Teilen Deutschlands.

An die früheren Erfolge vor der NS-Zeit konnte wegen vollkommen veränderter Bedingungen auf dem Kunstmarkt kaum einer von ihnen anknüpfen, ein großer Teil dieser "Verschollenen Generation" fiel dem Vergessen anheim.

Erst in den 1990er Jahren wurden viele der vertretenen Künstler und ihre Arbeiten wieder entdeckt und erfahren seitdem eine zunehmende wissenschaftliche Aufarbeitung und steigende Wertschätzung beim Publikum und in Sammlerkreisen.

 

 

 

   


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